Zeit für Zusammenhalt in herausfordernden Zeiten
Wir erklären Ihnen die aktuelle Lage am Strommarkt

In der aktuellen Zeit kommen verschiedene Faktoren zusammen, die den Strommarkt maßgeblich beeinflussen. Darauf haben wir als Energieversorger jedoch keinen Einfluss. Was wir aber tun können: wir sind für Sie da!

  • Gedrosselte Gasliefermengen aus Russland, Sanktionen und dadurch extrem gestiegene Bezugskosten für Strom
  • Deutlich gestiegene Netzentgelte
  • Wir halten zusammen und stehen Ihnen zur Seite – nah, persönlich & beratend

Fragen und Antworten zum Treueangebot für Bestandskunden

Sie haben ein Alternativangebot von uns erhalten und fragen sich, ob Sie es annehmen sollen?

Antworten finden Sie hier

Was passiert auf dem Strommarkt?

Grafik Preisentwicklung Strom

Warum steigen die Strompreise so stark an?

 

Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundene reduzierte Gasliefermenge aus Russland, hat auch Auswirkungen auf den Strommarkt.

Während die Steuern und Abgaben auf den Strompreis im vergangenen Jahr zwar leicht gesunken sind und die EEG-Umlage abgesenkt wurde, haben sich die von uns nicht beeinflussbaren Netzentgelte im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht.

Die Kosten für die Strombeschaffung an den europäischen Strombörsen sind in den letzten Wochen und Monaten deutlich angestiegen.


Grafik Strompreiszusammensetzung 2022

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

 

Der Strompreis in Deutschland setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen und kann regionale Unterschiede aufweisen. Über 20 % der Stromkosten sind staatlich reguliert und können vom Energieversorger nicht beeinflusst werden. Unsere Preisgarantie sichert Ihnen Stabilität - auch wenn sich die Abgaben ändern.

Weitere Informationen zur Strompreiszusammensetzung finden Sie hier.


Wie unterstützt Sie energis in diesen Zeiten?

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Persönliche Beratung vor Ort und telefonisch

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Vorsorgen statt Nachzahlen

  • Schutz vor hohen Nachzahlungen
  • Mehr Sicherheit für Sie
  • Schaffen Sie sich ein Polster

Persönliche Beratung vor Ort und telefonisch
Energieexperten aus der Nachbarschaft

  • Persönliche Beratung in unseren Kundencentern
  • Telefonische Beratung durch Experten aus der Region
  • Wir geben Ihnen individuelle Energiespartipps

Wie können Sie Energiekosten einsparen?

Mit LEDs sparsam Licht ins Dunkel bringen Nicht von 0 auf 100, sondern von 35 auf 5 lautet die Devise. Wechseln Sie jetzt von 35 Watt Halogen auf 5 Watt LED und genießen Sie dieselbe Helligkeit für ca. 20 Euro weniger Stromkosten im Jahr.
Mit kühlem Kopf spart’s sich einfacher Senken Sie die Kühlschranktemperatur auf 7 Grad Celsius und freuen Sie sich auf effizient gekühlte Lebensmittel. Die ca. 10 Euro Stromersparnis können Sie dann in einen gekühlten Leckerbissen umtauschen.
… zu kühl dann aber doch nicht Kühlgeräte sind echte Energiefresser – fast ein zweitägiger Städtetrip liegt auf Eis, wenn zu viele Kühlgeräte angeschlossen sind. Besonders im Winter erübrigen sich so manche Kühlprozesse – zum Beispiel der Zweitkühlschrank, der im Sommer Erfrischungsgetränke kühlt oder die große Kühltruhe, die voll mit Eis bestückt ist. Schalten Sie also unnötige Energiefresser ab und sparen Sie bis zu 200 Euro Strom pro Jahr.
Ihre Energieeffizienz steht auf der Kippe? Öffnen Sie die Fenster richtig! Kipplüftung bedeutet für Sie zwar weniger Aufwand, gleichzeitig aber auch weniger Geld. Ihre Heizkörper arbeiten in diesem Fall umso mehr und blasen ca. 190 Euro in die Luft. Stoßlüftungen von 5-10 Minuten reichen aus, um energiesparend Frischluft zu tanken.
Standby is out! Knapp 10% Ihrer Stromrechnung sind auf Geräte im Standby-Modus zurückzuführen. Erschreckend, dass selbst die Waschmaschine Strom verbraucht, obwohl der Regler auf „Aus“ steht. Und ja, auch das Smartphone-Ladegerät, welches den ganzen Tag über in der Steckdose steckt, ohne zu laden, verbraucht Strom. In einem 3-Personen-Haushalt sind das etwa 100 Euro pro Jahr. Richtiges Ausschalten lohnt sich also.

 


Fragezeichen Sprechblase Picto

Häufige Fragen zu Strom-Preisanpassungen, Steuern und Umlagen

Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt.

Abschlag , Preise und Alternativangebot

  • Weshalb sollte ich das alternative Treueangebot für Bestandskunden annehmen?

    Zunächst haben Sie natürlich einen Preisvorteil im Vergleich zu Ihrem bisherigen Tarif, für den Sie eine Preisanpassung erhalten haben.

    Darüber hinaus verfolgt die energis eine langfristige und vorausschauende Einkaufsstrategie. Wir decken den Strom für unsere Bestandskunden über ein Zeitfenster von 3 Jahren ein und sind damit weniger anfällig für kurzfristige Preisschwankungen an den Beschaffungsmärkten.

    Aufgrund der aktuellen dynamischen und nicht mehr vorhersehbaren politischen Rahmenbedingungen können wir aktuell keine Preisgarantien aussprechen. Dennoch sorgt eine 24- monatige Vertragslaufzeit letztlich dafür, dass wir mit einer größeren Planungssicherheit Strom an den Märkten beschaffen können. Dies schlägt sich final in besseren Arbeitspreisen nieder und kommt selbstverständlich unseren Kunden zugute.

    Darüber hinaus werden wir uns mit voller Energie dafür einsetzen, den Preis im Sinne unserer Kunden über die Vertragslaufzeit zu halten und weitere Preisanstiege zu verhindern.

  • Warum sollte ich das Alternativangebot annehmen, wo doch aktuell die Preise sinken?

    Auch wenn jüngst der Preis an der Strombörse deutlich gesunken ist, hat der aktuelle Preisrückgang am Markt für die Verbraucher derzeit keine unmittelbaren Folgen.

    Denn durch die Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten infolge des Ukrainekrieges ist das Preisniveau gegenüber den Vorjahren grundsätzlich deutlich angestiegen und wird auch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau bleiben.

    Die aktuell sinkenden Preise sind lediglich eine Momentaufnahme und größtenteils der milden Witterung, Einsparmaßnahmen der Verbraucher und gefüllten Erdgasspeichern zu verdanken. Das grundsätzlich hohe Preisniveau wird uns alle aber langfristig begleiten!

    Das Alternativangebot berücksichtigt diese Marktrealitäten und beinhaltet für unsere Kunden den bestmöglichen energis Tarif mit dem größtmöglichen Einsparpotential. Gleichzeitig liegt das Alternativangebot klar unter dem aktuell sehr hohen Marktniveau.

    Aufgrund unserer langfristigen Einkaufsstrategie und den damit verbundenen Kostenvorteilen können wir nämlich dauerhaft günstiger Energie anbieten als viele andere Anbieter. Zudem waren unsere Kunden dadurch auch vor den kurzfristigen extremen Preisanstiegen in den letzten Monaten (besser) geschützt. Sollte sich die Situation an den Beschaffungsmärkten dauerhaft entspannen, werden wir unsere Preisstellung selbstverständlich im Sinne unserer Kunden anpassen.

  • Soll ich das Alternativangebot annehmen, wenn doch im Frühjahr die Strompreisbremse kommt?

    Durch die Annahme des Alternativangebotes können Sie nur profitieren, da wir die Konditionen der Strompreisbremse – sobald diese eingeführt wird – vollständig an unsere Kunden weitergeben.

    Gemäß aktuellem Entwurf sieht die Strompreisbremse vor, dass der Strompreis für private Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen bei 40 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt wird. Dies gilt für den Basisbedarf von 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs.

    Für Industriekunden liegt der Deckel bei 13 Cent für 70 Prozent des historischen Verbrauchs.

    Verbräuche, die über den Basisverbrauch hinausgehen, werden dann zu den aktuellen Preisen abgerechnet, so dass das günstigere Alternativangebot sich positiv auswirkt.

  • Wie viel kann ich bei Annahme des Alternativangebotes tatsächlich sparen, wenn die Strompreisbremse kommt?

    Die finalen Konditionen und Details der Strompreisbremse sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt durch die Bundesregierung noch nicht verabschiedet worden. Deshalb können wir das Einsparpotential bei Annahme des Alternativangebotes derzeit nur in Relation zum aktuellen Kundentarif ausweisen.

    Der alternative Preis ist der für den Kunden bestmögliche energis Tarif mit dem größtmöglichen Einsparpotential – auch dann wenn die Strompreisbremse kommt.

    Wir empfehlen daher, dass Angebot möglichst schnell unterschrieben an uns zurückzusenden, da das Kontingent begrenzt ist.

    Wird die Strompreisbremse wie vorgesehen eingeführt, dann werden für private Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs bei 40 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt. Damit wird sich das Einsparpotential des Alternativangebotes i.d.R reduzieren. Die genaue Höhe des kundenindividuellen Einsparpotentials wird dann aber auch davon abhängen, wie viel Strom der Kunde über das Grundkontingent hinausgehend verbraucht.

  • Das Alternativangebot gibt es nur im begrenzten Kontingent: Was bedeutet das?

    Das Alternativangebot wurde zum Vorteil unserer Kunden und vor dem Hintergrund der aktuellen Marktrisiken kalkuliert. Da die Entwicklungen auf den Beschaffungsmärkten eine langfristige Preiskalkulation derzeit erschweren, geht das Unterbreiten eines Sonderangebotes mit einem finanziellen Risiko für die energis einher. Wir empfehlen daher unseren Kunden, das Alternativangebot zeitnah anzunehmen, um von den Preisvorteilen profitieren zu können.

  • Wie errechnet sich mein Abschlag?

    Grundsätzlich berechnet energis den Abschlag wie folgt:

    Berechnung der voraussichtlichen Kosten pro Jahr (brutto):

    Voraussichtlicher Jahresverbrauch x Arbeitspreis + Grundpreis pro Jahr = Voraussichtliche Kosten pro Jahr

    Berechnung des monatlichen Abschlags (brutto):

    Voraussichtliche Kosten pro Jahr : Abschläge pro Jahr (11) = Monatlicher Abschlag

    Der errechnete Brutto-Betrag – auf volle Euro gerundet – ergibt also Ihren monatlichen Abschlag für das neue Jahr.

    Wir berechnen die Höhe Ihres Abschlags nach Ihrem Energieverbrauch. Der Verbrauch kann unterschiedlich ausfallen: Das hängt zum Beispiel vom Beginn der Belieferung ab oder vom Zeitpunkt der Abrechnung. Der Rechnungswert kann zum Beispiel abweichen, wenn wir Sie vor Ihrer ersten Rechnung weniger als zwölf Monate beliefert haben.

  • Wie kann ich Nachzahlungen am Jahresende vermeiden?

    Stromverbräuche schwanken jahreszeitlich, witterungsbedingt und je nach dem wie viel Zeit Sie Zuhause verbringen. Zudem führt die weltpolitische Lage momentan dazu, dass die Beschaffungspreise für Strom und Erdgas stetig ansteigen und damit auch die Preise für Endkunden. Damit es bei der Abrechnung nicht zu Nachzahlungen kommt, ist es wichtig, die monatlichen Abschläge hoch genug anzusetzen und gegebenenfalls anzupassen.

    Bei energis können Sie Ihren Abschlag ganz einfach anpassen:

    mehr erfahren

  • Warum ist eine Anpassung der Strompreise erforderlich?

    Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundene reduzierte Gasliefermenge aus Russland, hat auch Auswirkungen auf den Strommarkt.

    • Während die Steuern und Abgaben auf den Strompreis im vergangenen Jahr zwar leicht gesunken sind und die EEG-Umlage abgesenkt wurde, haben sich die von uns nicht beeinflussbaren Netzentgelte im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht.
    • Die Kosten für die Strombeschaffung an den europäischen Strombörsen sind in den letzten Wochen und Monaten deutlich angestiegen.
  • Warum sind die Preise für Wärmestrom so stark angestiegen?

    Für den Preisanstieg sind maßgeblich die massiv gestiegenen Beschaffungskosten an den Strommärkten verantwortlich. Die Produktionskosten für Wärmestrom sind deshalb so in die Höhe geschossen, weil die Festlegung der Preise dem Merit-Order-Prinzip folgt:

    Kraftwerke, die billig Strom produzieren können, werden zuerst herangezogen, um die Nachfrage zu decken. Danach werden so lange Kraftwerke mit höheren Grenzkosten zugeschaltet, bis die Nachfrage gedeckt ist. Den Strompreis bestimmt dann final das zuletzt geschaltete und somit teuerste Kraftwerk. Das sind aktuell oftmals Gaskraftwerke, die infolge des Ukrainekrieges von explodierenden Vorkosten an den Beschaffungsmärkten betroffen sind.

    Dank unserer vorausschauenden Einkaufspolitik konnten Kunden der energis von den vergleichsweise sehr günstigen Konditionen des aktuellen Tarifes lange Zeit profitieren – und das obwohl seit Ende letzten Jahres die Beschaffungspreise bereits drastisch angestiegen sind.

    Die weiterhin sehr hohen Beschaffungskosten machen einen deutlichen Preisanstieg zum gegenwärtigen Zeitpunkt unumgänglich. Dennoch liegen wir - aufgrund unserer langfristig angelegten Einkaufsstrategie – auch mit unseren angepassten Preisen für Neukunden und Bestandskunden weiterhin unter dem aktuell sehr hohen Marktniveau.

  • Was verbirgt sich hinter der für Kunden mit Wärmepumpe entfallenden KWKG- Umlage und der Offshore-Netzumlage?

    KWKG-Umlage (zuletzt 0,378 ct/kWh)

    Die KWKG-Umlage ist Teil des Strompreises und wird auf die Netzentgelte aufgeschlagen. Mit der KWKG-Umlage wird die Erzeugung von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die in einem Verbrennungsprozess gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen, gefördert. Der Stromnetzbetreiber zahlt für den so erzeugten Strom einen Zuschlag an den Anlagenbetreiber.

    Offshore-Netzumlage (zuletzt 0,419 ct/kWh)

    Die Offshore-Netzumlage (bisher Offshore-Haftungsumlage) ist seit 2013 ein Bestandteil des Strompreises für Letztverbraucher. Die Umlage wurde wegen möglicher Entschädigungszahlungen an Betreiber von Offshore-Windparks eingeführt, die für den verspäteten Anschluss an das Übertragungsnetz an Land oder wegen lang andauernder Netzunterbrechungen zu zahlen sind. Seit dem 1. Januar 2019 enthält die Umlage auch die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Anbindungsleitungen, die dann nicht mehr in den Netzentgelten enthalten sind.

  • Warum gibt es keine Preisgarantie mehr?

    Die aktuellen Preisentwicklungen auf den Beschaffungsmärkten aber auch die Dynamik der politischen Entscheidungen führen dazu, dass eine langfristige Preiskalkulation für alle Energieversorger derzeit massiv erschwert wird.

    Wir haben uns als verantwortungsbewusster regionaler Energieversorger dazu entschieden aufgrund dieser dynamischen Rahmenbedingungen keine langfristigen Preisgarantien auszusprechen.

    Unser Ziel ist es, das Risiko krisenbedingter Liquiditätsverwerfungen für uns als Unternehmen zu vermeiden und damit die Energieversorgung aller energis-Kunden langfristig aufrechtzuerhalten.

    Im Interesse unserer Kunden werden wir selbstverständlich unser Möglichstes dafür tun, den Preis über die Vertragslaufzeit zu halten und weitere Preisanstiege zu verhindern.

Umlagen und Steuern

  • Was ist die EEG-Umlage?

    Zur Entlastung der Wirtschaft und der Privathaushalte wird mit Beschluss der Bundesregierung, die EEG-Umlage (Umlage zur Deckung der Kosten für das Erneuerbare-Energie-Gesetz) für Stromkunden (Haushalts- und Wärmestrom) vorzeitig zum 01.07.2022 bis zum 31.12.2022 abgesenkt.

    Die energis gibt diese Senkung der EEG-Umlage in Höhe von 3,723 Cent netto (ca. 4,43 Cent brutto) pro Kilowattstunde in diesem Zeitfenster vollständig an Sie weiter. Dadurch sinken nicht nur die Kosten in der Grundversorgung, sondern auch für energis Kund*innen mit Sonderverträgen.

    Der Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung sah bereits vor, die Finanzierung der EEG-Umlage ab dem 1.1.2023 in den Haushalt zu übernehmen. Eine formelle Entscheidung hierzu seitens der Bundesregierung steht allerdings noch aus. Wir werden Sie selbstverständlich zu gegebener Zeit über das Vorgehen im neuen Jahr auf unserer Webseite informieren.

  • Wird die Senkung der EEG-Umlage an mich weitergegeben?

    Ja, energis gibt die komplette EEG-Senkung im Zeitraum 01.07.2022 – 31.12.2022 in Höhe von 3,723 Cent/kWh netto (ca. 4,43 Cent brutto) pro Kilowattstunde an Sie weiter. Die Senkung wird automatisch von Ihrem Arbeitspreis abgezogen und in Ihrer kommenden Jahresverbrauchsabrechnung berücksichtigt.

  • Wieviel spare ich durch die Senkung der EEG-Umlage?

    Durch die Senkung der EEG-Umlage in Höhe von 3,723 Cent netto (ca. 4,43 Cent brutto) pro Kilowattstunde sinken die Kosten in der Grundversorgung für Haushaltsstrom um etwa 12,1 Prozent. Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.900 kWh ergibt sich daraus unter dem Strich eine Kostensenkung von monatlich ca. 10,70 Euro.

  • Warum steigen die Preise trotz Absenkung der EEG-Umlage?

    Die Absenkung der EEG-Umlage um 3,723 Cent netto, kann die stark gestiegenen Beschaffungspreise auf den Strombörsen und die steigenden Netzentgelte nicht ausgleichen.

    Hinzu kommen gestiegene Kosten für fossile Energieerzeugung. Aufgrund ausbleibender Gaslieferungen und reduzierter Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, müssen mehr Co2-Zertifikate für die Stromgewinnung aus fossilen Energiequellen gekauft werden.

    Ein weiterer Grund ist das in Deutschland geltende "Merit Order"-Prinzip, welches beschreibt, wie der Energiepreis an den Börsen zustande kommt. Das teuerste zum Einsatz kommende Kraftwerk setzt demnach den Preis für alle Angebote. Als teuerstes Kraftwerk bestimmen damit Gaskraftwerke maßgeblich den Strompreis.

  • Was sind Co2-Zertifikate?

    Mit einem Co2-Zertifikat kauft man das Recht, in einem bestimmten Zeitraum eine bestimmte Menge eines Schadstoffes zu emittieren. CO2-Zertifikate sind an den Energiebörsen handelbar, wodurch das CO2-Emissionsrecht einen Marktpreis bekommt. Indem immer weniger Zertifikate ausgegeben werden, sollen die Unternehmen einen Anreiz erhalten, in klimafreundliche Techniken zu investieren.

    Wenn nun mehr Strom durch fossile (also emissionsstarke) Brennstoffe produziert werden muss, steigt die Nachfrage an Co-Zertifkaten und damit auch deren Preis.

Energieeinsparverordnung

  • Warum hat das Bundeskabinett zwei neue Energiesparverordnungen beschlossen?

    Die kurz- und mittelfristigen Energieeinsparverordnungen (EnSikuMaV und EnSimiMaV),  bilden neben der Befüllung der Gasspeicher und der Senkung des Erdgasverbrauchs in der Stromerzeugung die dritte Säule des Energiesicherungspakets. Dieses hat zum Ziel, den Eintritt einer Mangellage in diesem und im nächsten Winter zu verhindern oder eine solche bei ihrem Eintritt abzumildern, indem Wirtschaft und private Haushalte ihren Energieverbrauch senken.

  • Welches Ziel verfolgt die Verordnung für kurzfristige Energieeinsparmaßnahmen?

    Mit der am 1. September 2022 in Kraft getretenen und für 6 Monate geltenden Verordnung für kurzfristige Energieeinsparmaßnahmen (EnSikuMaV) sollen kurzfristige Energiesparmaßnahmen insbesondere in Wohn- und Nichtwohngebäuden durchgesetzt werden. Für Gas- und Wärmelieferanten sowie Vermieter entstehen dadurch u.a. zusätzliche Informationspflichten zu Eigenverbrauch und -kosten gegenüber ihren Kunden bzw. Mietern.

  • Welche Maßnahmen wurden im Rahmen der Verordnung für kurzfristige Energieeinsparmaßnahmen (EnSikuMaV) beschlossen?

    Die Verordnung umfasst im Kern die folgenden Maßnahmen:

    • Möglichkeit zur Temperaturabsenkung durch Mieter: Unwirksamkeit von Mindest-temperaturklauseln in Mietverträgen
    • Verbot der Nutzung von Gas oder Strom zum Beheizen privater Pools
    • Verbot der Beheizung von Gemeinschaftsflächen in öffentlichen Nichtwohngebäuden
    • Höchsttemperatur von 19° für Arbeitsräume in öffentlichen Nichtwohngebäuden. (Die vorgegebene Höchsttemperatur kann je nach Grad der körperlichen Anstrengung auch darunterliegen und im Minimum 12° betragen.)
    • Nichtnutzung von Trinkwassererwärmungsanlagen in öffentlichen Nichtwohngebäuden
    • Verbot der Außenbeleuchtung von Gebäuden und Denkmälern
    • Pflicht zur Information über Preissteigerungen für Gasversorger, Wärmelieferanten und Vermietern
    • Pflicht zum geschlossen Halten von Ladentüren und Eingangssystemen im Einzelhandel
    • Nutzungseinschränkung beleuchteter Werbeanlagen
  • Welchen Zweck verfolgt die Regierung mit der zusätzlichen Informationspflicht gegenüber Kunden?

    Ziel der Regelung ist es, dass Energie-/Wärmeversorger ihre Kunden bzw. Vermieter ihre Mieter auf die gestiegenen Energiepreise aufmerksam machen und zu Energie-einsparmaßnahmen oder zu einer Verbrauchsreduktion anregen. Dies beinhaltet, dass Versorger konkrete Einsparmöglichkeiten aufzeigen. Bis Ende des Jahres kann dies noch mit Durchschnittswerten erfolgen. Ab 01.01.2023 müssen diese Einsparmöglichkeiten kundenindividuell mitgeteilt werden.

  • Welches Ziel verfolgt die Verordnung für mittelfristige Energieeinsparmaßnahmen (EnSimiMaV)?

    Die in der mittelfristigen Einsparverordnung beschriebenen Maßnahmen zur Energieeinsparung im Gebäudebereich sollen einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung eines unnötigen Energieverbrauchs leisten. Diese Einsparverordnung soll am 1. Oktober 2022 in Kraft treten und endet zum 30. September 2024. Eine finale Beschlussfassung durch den Bundesrat steht allerdings zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch aus.

Hilfen und Förderungen

  • Was kann ich tun, wenn ich absehbar die neuen Abschläge nicht bezahlen kann?

    An diese Anlaufstellen zur Unterstützung bei der Deckung Ihrer Energiekosten können Sie sich im Saarland wenden:

  • Was beinhaltet das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung?

    Das dritte Entlastungspaket soll die Bürgerinnen und Bürger um 65 Milliarden Euro durch kurzfristige Hilfen, strukturelle Veränderungen und die Abschöpfung von Zufallsgewinnen am Strommarkt entlasten.

    Detaillierte Informationen zu den Bestandteilen des 3. Entlastungspaketes, finden Sie auf der Seite der Bundesregierung.

  • Was ist der kostenlose Stromspar-Check der ARGE Solar und Diakonie Saar?

    Kunden, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohnungsgeld, eine geringe Rente oder Kinderzuschlag beziehen oder deren Einkommen unter dem Pfändungsbetrag liegt, können kostenlos den Stromspar-Check der ARGE SOLAR e.V. buchen.

    Diese Maßnahme wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, vom saarländischen Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie sowie von den Jobcentern im Saarland.

    Bisher haben sich über 4.000 saarländische Haushalte mit geringem Einkommen zu Ihrem Strom-, Wasser- und Wärmeverbrauch beraten lassen. Sie konnten dadurch ihr knappes Budget entlasten.

    Jeder Haushalt hat durchschnittlich 250€ pro Jahr an Energiekosten einsparen können. Wenn zusätzlich ein altes Kühlgerät gegen ein hocheffizientes Neugerät ausgetauscht wird, können die Haushalte weitere Stromkosten einsparen. Das Tauschprogramm wird ebenfalls vom saarländischen Wirtschaftsministerium und vom Bundesministerium für Wirtschaft unterstützt.

    Weitere Infos dazu unter: www.stromsparcheck-saar.de