Förderungen für erneuerbare Energien

Fördermöglichkeiten für erneuerbare Energien im Überblick

Eine Familie kniet vor einem Solarpanel und der Vater zeigt mit dem Finger nach oben.

Erneuerbare Energien umfassen alle Energiequellen, die auf natürlichen, unerschöpflichen Ressourcen basieren, wie Sonnenenergie, Windkraft, Biomasse, Geothermie und Wasserkraft. Angesichts der Klimakrise und der Notwendigkeit, fossile Brennstoffe zu ersetzen, ist die Nutzung von erneuerbaren Energien ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz, die Reduktion von CO₂-Emissionen und die langfristige Energiewende in Deutschland. Um diesen Wandel zu beschleunigen, unterstützt die Bundesregierung private Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen durch verschiedene staatliche Förderungen und Subventionen erneuerbarer Energien.

Ob Wärmepumpe, PV-Anlage oder Wärmedämmung von Gebäuden — es gibt viele Fördermöglichkeiten für Maßnahmen, die dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken und die CO₂-Emissionen zu reduzieren. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Förderprogramme für erneuerbare Energien es gibt, wie Sie von Zuschüssen und Subventionen profitieren können und welche Schritte nötig sind, um Fördermittel zu beantragen.

Das Wichtigste in Kürze zu Förderungen für erneuerbare Energien

  • Vielfalt der Förderprogramme: Es gibt zahlreiche Förderprogramme für erneuerbare Energien, die von der Bundesregierung sowie regionalen Stellen angeboten werden – von Wärmepumpen über Photovoltaikanlagen bis hin zu energetischen Sanierungen von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden.

  • Zuschüsse und Subventionierungen: Zuschüsse und staatliche Subventionierungen unterstützen Sie beim Umstieg auf erneuerbare Energien, reduzieren die Investitionskosten und machen nachhaltige Projekte finanziell attraktiver.

  • Förderantrag vor Beginn stellen: Um von den Fördermitteln für erneuerbare Energien zu profitieren, müssen Sie den Antrag zur Förderung in der Regel vor der Durchführung der Maßnahme stellen.

  • Förderungen für private und gewerbliche Projekte: Zuschüsse für erneuerbare Energien sind nicht nur für private Haushalte, sondern auch für Unternehmen verfügbar. Nutzen Sie staatliche Subventionen zur Senkung Ihrer Energiekosten und zur Energieeffizienzsteigerung.

Welche Förderprogramme und Förderinstitutionen für erneuerbare Energien gibt es?

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten und Förderinstitutionen, die erneuerbare Energien unterstützen. Diese Programme helfen Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen dabei, in erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu investieren.

Die wichtigsten staatlichen Förderungen für erneuerbare Energien, die von der Bundesregierung initiiert und unterstützt werden, sind BAFA und KfW:

  • KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau): Die KfW ist eine staatliche Förderbank. Sie bietet zinsgünstige Kredite für Projekte im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz und unterstützt damit den Ausbau von PV-Anlagen, Wärmepumpen und Wärmenetzen.

  • BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle): Das BAFA ist eine Bundesbehörde, die dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstellt ist. Sie verwaltet unter anderem Förderprogramme für erneuerbare Energien und stellt Zuschüsse für Einzelmaßnahmen zur Verfügung, z. B. für die Heizungsoptimierung, Solarthermie und Energieberatung.

Neben den staatlichen Förderungen durch Programme wie die BEG und die KfW gibt es auch zahlreiche regionale Förderungen von Bundesländern und Kommunen. Diese Programme ergänzen die bundesweiten Angebote und bieten oft zusätzliche Zuschüsse, Steuervorteile oder Kredite für Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Es lohnt sich, bei den regionalen Förderstellen nachzufragen, da die Förderbedingungen und -höhen je nach Bundesland variieren können.

Darüber hinaus gibt es spezielle staatliche Förderprogramme, die gezielte Maßnahmen für erneuerbare Energien fördern. Dazu gehören unter anderem:

  • BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude): Das BEG ist ein Förderprogramm der Bundesregierung, das umfassende Förderungen für Sanierungen und Neubauten von Wohngebäuden (BEG WG) und Nichtwohngebäuden (BEG NWG) bietet. Es wird von BAFA und KfW verwaltet und bietet sowohl Zuschüsse als auch Kredite. Im Rahmen von BEG EM (Einzelmaßnahmen) können spezifische Maßnahmen wie Heizungsoptimierung bzw. Heizungsaustausch oder Dämmungen gefördert werden.

  • BEW (Bundesförderung für effiziente Wärmenetze): Das BEW fördert den Neubau von Wärmenetzen und die Dekarbonisierung bestehender Netze, die zu mindestens 75 % mit erneuerbaren Energien und Abwärme versorgt werden. Gefördert werden unter anderem Planung sowie Investitionen in Bau und Transformation der Wärmenetze. Auch Betriebskosten können unterstützt werden.

  • Erneuerbare Energien – Standard (270): Das Kreditprogramm der KfW stellt zinsgünstige Kredite für den Ausbau von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Windkraft, Biogas, Wasserkraft und die Installation von Speichern bereit.

  • Umweltinnovationsprogramm (230): Dieses Programm der KfW fördert innovative Umweltschutzmaßnahmen in Unternehmen, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien, wie etwa neue Windkrafttechnologien oder biologische Produktionsprozesse.

Wer darf Förderprogramme für erneuerbare Energien nutzen?

Vater zeigt Tochter die neu installierte PV-Anlage.

Förderprogramme für erneuerbare Energien sind vielseitig und stehen einer breiten Zielgruppe offen. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die spezifischen Förderbedingungen (z. B. Antragstellung vor Beginn der Maßnahme, Einspeisung von Strom oder Wärme, Durchführung durch qualifizierte Fachunternehmen) eingehalten werden. Die genauen Berechtigungen variieren je nach Förderprogramm.

Wer ist in der Regel förderfähig?

  • Privatpersonen: Eigentümer von selbstgenutzten oder vermieteten Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden können Förderungen beantragen, insbesondere bei Eigenverbrauch oder Stromeinspeisung.

  • Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs): Gemeinschaftliche Sanierungen und die Installation von PV-Anlagen für die Energiegewinnung sind auch für WEGs förderfähig.

  • Unternehmen: Alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe – von kleinen Handwerksbetrieben bis zu internationalen Konzernen – können Fördermittel beantragen, solange sie in Deutschland tätig sind.

  • Freiberufler: Einzelpersonen, die eine selbstständige Tätigkeit ausüben, haben ebenfalls Zugang zu Förderungen.

  • Kommunen und öffentliche Einrichtungen: Städte, Gemeinden, Zweckverbände und Anstalten des öffentlichen Rechts sind förderfähig.

  • Gemeinnützige Organisationen: Vereine, Stiftungen und andere gemeinnützige Organisationen können Fördermittel erhalten, wenn sie ihre Gemeinnützigkeit nachweisen.

  • Contractoren: Unternehmen, die Dienstleistungen im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien erbringen, sind ebenfalls förderfähig.

Förderung der erneuerbaren Energien bei Heizsystemen

Um den CO₂-Ausstoß zu verringern und die Energieeffizienz von Gebäuden zu steigern, unterstützt die Bundesregierung Haushalte, Unternehmen und Kommunen mit verschiedenen Förderprogrammen für Heiztechnologien, die auf erneuerbaren Energien basieren. Diese Subventionen machen den Umstieg auf umweltfreundliche Heizsysteme finanziell attraktiver und tragen zur Reduktion fossiler Brennstoffe bei.

Welche Heizsysteme werden gefördert?
  • Wärmepumpen: Wärmepumpen nutzen die Umweltwärme aus der Luft, dem Boden oder dem Wasser, um Heizung und Warmwasserbereitung zu ermöglichen.

  • Biomasse: Heizungen mit Biomasse nutzen nachwachsende Rohstoffe wie Pellets, Holzhackschnitzel oder andere organische Brennstoffe, um Wärme für Heizung und Warmwasser zu erzeugen.

  • Brennstoffzellenheizungen: Brennstoffzellenheizungen sind eine innovative Technologie, die sowohl Wärme als auch Strom erzeugt. Diese Heizsysteme arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), bei dem durch eine chemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff Strom produziert wird, der vor Ort genutzt werden kann, während gleichzeitig Wärme erzeugt wird.

  • Solarthermie: Solarthermie nutzt die Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung.

Wie werden diese Heizsysteme gefördert?
  • Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist das zentrale Förderprogramm, das durch die KfW abgewickelt wird. Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Solarthermie und Brennstoffzellenheizungen werden sowohl als Einzelmaßnahme im Rahmen einer Sanierung als auch für Neubauten gefördert:

  • BEG EM (Einzelmaßnahmen): Heizsysteme werden als Einzelmaßnahme im Rahmen des BEG gefördert. Dies bedeutet, dass im Rahmen einer umfassenden Sanierung beispielsweise eine Wärmepumpe förderfähig ist, wenn sie bestimmte Effizienzanforderungen erfüllt.

  • BEG WG (Wohngebäude): Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Solarthermie und Brennstoffzellenheizungen für Wohngebäude werden im Rahmen des BEG WG mit Zuschüssen und Krediten gefördert, um die Energieeffizienz von Gebäuden zu steigern.

  • BEG NWG (Nichtwohngebäude): Auch für Nichtwohngebäude gibt es im Rahmen des BEG NWG Förderungen, die den Einbau von Heizsystemen mit erneuerbaren Energien unterstützen, z. B. in Bürogebäuden oder Industrieanlagen.

Die Förderprogramme der Bundesförderung für effiziente Gebäude unterstützen auch den Austausch fossiler Heizsysteme (z. B. Öl- oder Gasheizungen) durch erneuerbare Heizsysteme. Für diese Heizungsoptimierung können ebenfalls Zuschüsse und Kredite beantragt werden. Allerdings müssen hier einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • mindestens 5 Jahre altes selbstgenutztes Gebäude

  • der Austausch einer fossilen Heizung erfolgt durch eine Heizung, die zu 65 Prozent erneuerbare Energien nutzt

  • Einholung einer Fachunternehmererklärung

Zudem bietet die KfW im Programm „Erneuerbare Energien – Standard (270)“ zinsgünstige Kredite für die Installation von Solarthermie, Wärmepumpen, Biomasseanlagen und Brennstoffzellenheizungen. Diese Kredite sind besonders für größere Projekte oder Mehrfamilienhäuser geeignet.

Ein weiteres Highlight sind die Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten, die durch zusätzliche Boni erreicht werden können. Diese Boni beinhalten:

  • Klimageschwindigkeitsbonus (20 Prozent): Dieser Bonus wird gewährt, wenn fossile Heizsysteme ersetzt werden.

  • Effizienzbonus (5 Prozent): Dieser Bonus wird für besonders effiziente Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Solarthermie und Brennstoffzellenheizungen gezahlt, die bestimmte Technikstandards erfüllen.

  • Einkommensbonus (bis zu 30 Prozent): Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen unter einem bestimmten Schwellenwert können diesen Bonus in Anspruch nehmen.

Sie sind nach diesem kurzen Überblick über die Fördermöglichkeiten erneuerbarer Energien bei Heizsystemen neugierig geworden und möchten sich tiefgreifender informieren? Kein Problem, dann schauen Sie sich gerne unsere detaillierten Artikel zu den Fördermöglichkeiten an:

Mehr zu Förderprogrammen für Wärmepumpen erfahren

Hier mehr Informationen zu Förderungen von Pelletheizung 

Alle Förderungen von Solarthermie im Überblick

Förderung der erneuerbaren Energien bei Photovoltaik

Die Nutzung von Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung aus Solarenergie ist ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende. Um den Ausbau von erneuerbaren Energien weiter zu fördern, unterstützt die Bundesregierung die Installation von PV‑Anlagen mit verschiedenen Förderprogrammen, die sowohl privaten Haushalten, Unternehmen als auch öffentlichen Einrichtungen zugutekommen. Diese Programme ermöglichen es, die Kosten für den Umstieg auf Solarstrom erheblich zu senken und gleichzeitig zur Reduktion von CO₂‑Emissionen beizutragen.

Welche Photovoltaik Förderprogramme gibt es?
  • KfW‑Programm: Die KfW‑Bank bietet über das Programm „Erneuerbare Energien – Standard (270)“ zinsgünstige Kredite für die Finanzierung von Photovoltaik. Dies umfasst sowohl die Installation von PV‑Anlagen als auch die Integration von Batteriespeichern und die Anpassung des Netzanschlusses. Die maximale Subventionierung erneuerbarer Energien deckt bis zu 100 Prozent der Investitionskosten ab, je nach Projektgröße und Kreditbedingungen.

  • EEG‑Einspeisevergütung: Für Photovoltaikanlagen, die überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einspeisen, gibt es eine garantierte Einspeisevergütung, die je nach Anlagengröße und Inbetriebnahme‑Datum variiert. Diese Vergütung bietet eine langfristige Einnahmequelle für PV‑Anlagenbetreiber. Die Höhe der Vergütung richtet sich nach den aktuellen Marktbedingungen und wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt.

  • Steuerliche Vorteile für Photovoltaikanlagen: Seit 2023 profitieren Privateigentümer von Photovoltaikanlagen bis zu 30 kWp von einer Umsatzsteuerbefreiung auf Anschaffungskosten und Installationsgebühren, wodurch die Investitionskosten spürbar gesenkt werden.

  • Regionale Förderprogramme für Photovoltaik: Neben den bundesweiten Programmen gibt es auch zahlreiche regionale Förderprogramme von Bundesländern und Kommunen, die zusätzliche Investitionszuschüsse, Bonusprogramme oder Förderdarlehen bieten. Diese Programme können je nach Region unterschiedlich ausgestaltet sein, und es lohnt sich, die spezifischen Angebote zu prüfen.

energis Kundenberater Thomas
Die Vielzahl an Fördermöglichkeiten und die verschiedenen Anforderungen können schnell unübersichtlich werden. Bei energis helfen wir Ihnen, den besten Überblick zu bekommen und die passende Förderung für Ihr Projekt zu finden. Unsere Energieberater und Experten begleiten Sie durch den gesamten Prozess.

Thomas Schneider - energis Kundenberater

Welche Vorteile ergeben sich durch Förderungen erneuerbarer Energien?

So funktioniert der Antrag zur Förderung erneuerbarer Energien

Default

Die Antragstellung für staatliche Förderungen im Bereich erneuerbare Energien läuft in der Regel entweder über die KfW oder das BAFA. Befolgen Sie folgende Schritte:

Die Antragstellung für Förderungen kann komplex erscheinen, aber mit der richtigen Unterstützung wird der Prozess deutlich einfacher. energis steht Ihnen dabei mit fachkundiger Beratung zur Seite und hilft Ihnen, den besten Überblick über die Fördermöglichkeiten zu erhalten und den Antrag korrekt zu stellen.

Fazit: Förderungen für erneuerbare Energien nutzen

Die Förderungen für erneuerbare Energien bieten zahlreiche finanzielle Vorteile, um in nachhaltige Technologien wie Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Biomasseheizungen zu investieren. Durch staatliche Zuschüsse und zinsgünstige Kredite können sowohl Privathaushalte als auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen den Umstieg auf erneuerbare Energien wirtschaftlich und langfristig erfolgreich gestalten.

Die vielfältigen Förderprogramme der KfW und des BAFA wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude und Bundesförderung für effiziente Wärmenetze bieten für jedes Projekt passende Unterstützung. Ob Photovoltaikanlage, Wärmenetz, Wärmepumpe oder Solarthermie – jede Maßnahme trägt nicht nur zur CO₂-Reduktion bei, sondern schafft auch wirtschaftliche Impulse und arbeitsplatzschaffende Effekte. Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen können so von niedrigeren Investitionskosten profitieren und die Energieunabhängigkeit steigern.

Service

Sie haben Fragen? Wir beraten Sie gerne!

Unser Kundenserviceteam steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Wir beraten Sie zu dem für Sie passenden Produkten und Tarifen und helfen Ihnen bei allen Energiefragen weiter.

energis Kundenberater im Kundencenter vor Infostele