| Betten und Matratzen Was Sie wissen sollten ... |

Wie man sich bettet, so liegt man – ungefähr ein Drittel seines Lebens!
Doch schlafen viele Menschen so schlecht, dass sie am nächsten Morgen mit verspannten
Muskeln oder Schmerzen im ganzen Oberkörper aufstehen. Um Schlafstörungen oder verbogene
Wirbelsäulen zu vermeiden und morgens entspannt aufzustehen, ist es empfehlenswert, sich
beim Bettenkauf gut beraten zu lassen.
Das ideale Bett hat eine Liegehöhe von 45–55 cm. Das erleichtert das Aufstehen und verschont
vor Bodenstaub. Für die Länge rechnet man zur Körpergröße des Besitzers 20 cm hinzu.
Die Breite eines Einzelbetts sollte 90 cm nicht unterschreiten. Beim Doppelbett sollten
es nicht weniger als 180 cm sein.
Das Bettgestell muss so gefertigt sein, dass es dem „Innenleben“ dauerhaft eine stabile
und ebene Unterlage bietet. Für ausreichend Stabilität sorgt eine Rahmenstärke von mindestens
25 mm. Verbindungsbeschläge zum Nachziehen garantieren langfristige Winkelsteifigkeit.
Bei Doppelbetten ist darauf zu achten, dass sie mit einer frei tragenden Mittelstrebe
ausgestattet sind, damit die Matratzen nicht durchhängen. Ist das Bett breiter als 140 cm,
sind zwei individuelle Lattenroste erforderlich. Ein guter Lattenrost gibt jeder Bewegung
sanft nach. Immer beliebter werden hier verstellbare Lattenroste, denn ein leicht
hochgestelltes Kopfteil schützt vor Nackenverspannungen.
Die gesamte Konstruktion muss der Matratze eine gute Belüftung gewähren.
Ist das Bettzeug unterm Rost verstaut, sollte zumindest die Querlüftung möglich sein.
Der Mensch verändert bis zu 50 Mal seine Lage im Schlaf. Die Matratze hat die Aufgabe, ihn dabei zu unterstützen und zu stabilisieren. Die Wirbelsäule muss so abgestützt werden, dass sie ihre natürliche S-Form behält. Schultern und Becken sinken dabei tiefer ein als der Rest des Körpers. Je größer die Punktelastizität, desto besser ist der Schlaf. Punktelastizität bedeutet: Die Matratze gibt nur dort nach, wo durch den Körper Druck ausgeübt wird. Ein Durchhängen anderer Körperteile wird vermieden und die Wirbelsäule optimal entlastet. Latexmatratzen haben die größte Punktelastizität und sind besonders elastisch. Schaumstoffmatratzen sind qualitativ abhängig von der Dichte des Schaums. Je höher die Dichte, desto elastischer und haltbarer ist die Matratze. Beide Arten sind sehr gut geeignet für verstellbare Lattenroste Am weitesten verbreitet ist die Federkernmatratze. Sie besteht aus einem Stahlfedergerippe, das eher großflächig als punktuell nachgibt. Der Federkern ist rundherum von mehreren Polsterschichten umgeben. Sie ist die luftdurchlässigste und kühlste aller Matratzenarten und kann ohne weiteres auf einem starren Rost liegen. Allgemein gilt: je größer das Körpergewicht, desto härter sollte die verwendete Matratze sein. Es empfiehlt sich bei Doppelbetten unterschiedliche Matratzen entsprechend dem jeweiligen Gewicht der Person zu wählen. Je leichter eine Matratze ist, umso mehr Luft steckt in ihr. Sie belüftet und entfeuchtet besser. Eine Matratze sollte täglich gelüftet, regelmäßig gedreht und gewendet werden. weimal im Jahr müssen die Bezüge gereinigt bzw. abgesaugt werden. Man wechselt sowohl Matratze als auch Lattenrost aus physiologischen und hygienischen Gründen nach 8–10 Jahren, Decken und Kissen schon nach 3–5 Jahren.
Kauftipps: Entscheiden Sie sich beim Kauf niemals spontan. Probieren Sie mehrere Matratzen und Lattenroste aus. Für den optimalen Schlaf sollten beide aufeinander abgestimmt sein. Planen Sie mindestens 10–15 Minuten für das Probeliegen auf jeder Matratze ein. Erst nach einer gewissen Zeit beginnen Sie zu spüren, ob Sie sich auf Dauer wohl fühlen oder unruhig hin- und herwälzen. Es gilt: Keine falsche Sparsamkeit.